Samstag, 19. Februar 2011

The last fight..

Es gibt diese Tage,an denen man auf der einen Seite vor überkochenden Emotionen jede Sekunde Losschreien könnte, und auf der anderen Seite nicht die Kraft hat seinen Mund aufzumachen und ein einziges Wort heraus zu lassen.
In letzter Zeit träume ich immer wieder von Hochwasser. So wie heute Nacht.In einem Traumdeutungsbuch von Mama habe ich eine Erklärung dafür gefunden an der ich euch jetzt teilhaben lassen möchte.

Hochwasser : Ein Sinnbild für bedrohlich "hochsteigende" Gefühle,die jeden Moment überschwappen und eine (emotionale) Katastrophe anrichten könnten. Man träumt davon, wenn man Angst vor der eigenen Gefühlsintensität hat, deren Folgen "Schaden" anrichten könnten.

Ja..vielleicht hat man manchmal Angst vor seinen eigenen Gefühlen.Weil man nicht mehr weiß,wohin damit..Warum sollte man mit jemandem über etwas sprechen,dass man sich selbst nicht mehr erklären kann,das man selbst nicht mehr in Worte fassen kann,weil es scheint,als hätte jemand einem ein tiefes Loch in die Brust und ins Gesicht gebrannt? So,dass man einfach keine Worte mehr finden kann, und nicht mehr sprechen kann,weil das Herz zum fühlen und der Mund zum sprechen fehlt? Es ist schrecklich, sich immer wieder an eine Zeit zu erinnern, die nur noch in der Erinnerung existiert..die jeden Tag mehr verblasst.
Aber wie war das..Narben verblassen nie? Ja,das mag richtig sein.Doch was,wenn man auf seine Narben blickt,und sich nur noch verschwommen daran erinnern kann,woher sie stammen,und welchen Schmerz man gefühlt hat als sie einem zugefügt wurden? Narben am Körper verblassen mit den Jahren..und doch hat jede einzelne eine Bedeutung..eine Bedeutung,die einzigartig ist und diese eine Narbe immer zu etwas besonderem machen wird..man kann keinen Schmerz auslöschen,der einem für die Ewigkeit auf der Haut klebt..mit einer Zeit lebt man eben damit,so,als würde man sie gar nicht mehr spüren..Doch unsere Seele vergisst nie.Die Narben auf der Seele bleiben, und machen es nach jeder Verletzung schwerer, wieder neue Kraft zu finden. Vielleicht hat jeder auch eine andere "Seelengröße"..Wie ein Buch..das des einen ist Dicker, des anderen dünner..und je dünner das Buch,je zerreißbarer die Seiten, desto schneller kann das Buch Abbwetzen..und am Ende auseinanderfallen.Wenn der Bund der alles zusammenhält reißt,dann ist wohl alle Hoffnung verloren..Wenn auf jeder Seite in jedem Kapitel tiefe Risse vorhanden sind..fällt irgendwann auch das stärkste Papier auseinander..ganz einfach,weil es die Last auf den vielen Seiten nicht mehr tragen kann..so fühlt es sich an,wenn einem ein riesiger, scheinbar unbezwingbarer Stein auf dem Herzen liegt, und das kleine Lebenswichtige Organ fast zerquetscht..deswegen fällt es wohl auch manchmal so schwer,die Augen offen zu halten und zu Atmen..und seinen eigenen Herzschlag zu spüren.Und trotzdem kämpft man..man kämpft gegen die AtemNot und schreit sein eigenes Herz an,dass man es wieder schlagen hören will..Jeder Tag ist ein Kampf.Ein Kampf gegen den eigenen Verstand..den Kampf gegen die noch vorhandenen,wirren, ungeordneten Gefühle..den Kampf gegen den Gedanken,aufzugeben.Wie einfach doch alles wäre,wenn wir einfach einmal die Augen schließen könnten,und erst wieder aufwachen würden wenn sich die Welt um uns herum so verändert hätte,dass man wieder glücklich und zufrieden in ihr und vorallem mit ihr leben könnte.Manchmal ist es allein schon ein Kampf zu sagen, ob man sich am morgen unter seiner Bettdecke hervortraut und seinen Kopf in den harten Alltag steckt..oder ob man einfach liegen bleibt,und wieder die Augen schließt,und von einer Welt träumt,in der wir alle auf einer großen grünen Wiese sitzen und den Menschen im Arm halten,den wir lieben..     



    I´m missing you so much, I´ll see you die tonight..

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